Das Wichtigste in Kürze
Der Nettodarlehensbetrag ist die Summe, die die Bank tatsächlich an Sie auszahlt, der reine Kreditbetrag ohne Zinsen und Nebenkosten. Vom Gesamtbetrag (Bruttodarlehensbetrag) unterscheidet er sich um genau diese Kosten. Die Differenz zwischen Gesamtbetrag und Nettodarlehensbetrag zeigt, was der Kredit kostet.
Was ist der Nettodarlehensbetrag?
Der Nettodarlehensbetrag ist der Betrag, den die Bank dem Kreditnehmer aufs Konto überweist, manchmal auch Auszahlungsbetrag genannt. Er enthält nur die reine Kreditsumme, ohne Zinsen und ohne weitere Kreditkosten. Wenn Sie einen Kredit über 10.000 Euro aufnehmen und diese 10.000 Euro ausgezahlt bekommen, ist das Ihr Nettodarlehensbetrag.
Der Nettodarlehensbetrag ist damit die Zahl, die zählt, wenn es um die Frage geht: Wie viel Geld steht mir wirklich zur Verfügung? Auf ihn bezieht sich auch der effektive Jahreszins.
Nettodarlehensbetrag und Gesamtbetrag: der Unterschied
Dem Nettodarlehensbetrag steht der Gesamtbetrag gegenüber, oft auch Bruttodarlehensbetrag genannt. Der Gesamtbetrag ist die Summe, die der Kreditnehmer über die gesamte Laufzeit zurückzahlt, also Nettodarlehensbetrag plus Zinsen plus eventuelle weitere Kreditkosten wie eine Restschuldversicherung.
- Nettodarlehensbetrag: das ausgezahlte Geld, ohne Kosten.
- Gesamtbetrag (Bruttodarlehensbetrag): die gesamte Rückzahlung, mit Zinsen und Kosten.
Kreditkosten aus dem Nettodarlehensbetrag berechnen
Die Kosten eines Kredits ergeben sich ganz einfach aus der Differenz: Gesamtbetrag minus Nettodarlehensbetrag. Ein Beispiel: Der Nettodarlehensbetrag liegt bei 10.000 Euro, der Gesamtbetrag bei 11.227,76 Euro. Die Kreditkosten betragen dann 11.227,76 minus 10.000, also 1.227,76 Euro.
Daraus folgt die einfache Regel für den Kreditvergleich: Je kleiner die Differenz zwischen Gesamtbetrag und Nettodarlehensbetrag, desto günstiger der Kredit. Vergleichen Sie deshalb bei gleichem Nettodarlehensbetrag immer den Gesamtbetrag und den effektiven Jahreszins mehrerer Banken.


