Das Wichtigste in Kürze
Der Leasingfaktor ist eine Kennzahl, mit der Sie Leasingangebote objektiv vergleichen können. Er setzt die monatliche Leasingrate ins Verhältnis zum Bruttolistenpreis des Fahrzeugs. Die Formel: Leasingrate geteilt durch Bruttolistenpreis, mal 100. Je niedriger der Leasingfaktor, desto günstiger das Angebot. Als Faustregel gilt: Ein Wert unter 0,7 ist sehr gut, unter 0,5 ein Top-Angebot. Wichtig ist, nur Angebote mit gleicher Laufzeit und Kilometerleistung zu vergleichen.
Was ist der Leasingfaktor?
Der Leasingfaktor ist eine objektive Kennzahl, die die monatliche Leasingrate in Relation zum Bruttolistenpreis eines Fahrzeugs setzt. Er dient als schneller Vergleichswert zwischen verschiedenen Leasingangeboten.
Das Problem ohne Leasingfaktor: Ein Angebot mit 250 Euro Rate für einen Kleinwagen und eines mit 400 Euro für eine Limousine lassen sich schlecht vergleichen, weil die Fahrzeuge unterschiedlich teuer sind. Der Leasingfaktor löst das, indem er die Rate auf den Preis normiert. So sehen Sie auf einen Blick, welches Angebot pro Euro Fahrzeugwert wirklich günstig ist.
Leasingfaktor berechnen: die Formel
Die Formel für den Leasingfaktor ist einfach:
Leasingfaktor = (monatliche Leasingrate / Bruttolistenpreis) × 100
Der Bruttolistenpreis (BLP) ist der offizielle Neupreis des Fahrzeugs inklusive Mehrwertsteuer, wie ihn der Hersteller angibt. Das Ergebnis ist der Leasingfaktor – eine Zahl meist zwischen 0,4 und 1,2.
Beispiel ohne Anzahlung
Ein Fahrzeug hat einen Bruttolistenpreis von 33.850 Euro, die monatliche Leasingrate beträgt 250 Euro: (250 / 33.850) × 100 = 0,74 Der Leasingfaktor liegt also bei 0,74 – ein guter Wert.
Beispiel mit Anzahlung
Zahlen Sie eine Sonderzahlung (Anzahlung), müssen Sie diese in die Rechnung einbeziehen, sonst wirkt das Angebot günstiger, als es ist. Dazu teilen Sie die Anzahlung durch die Laufzeit in Monaten und addieren den Betrag zur monatlichen Rate: Leasingfaktor = ((Leasingrate + Anzahlung / Laufzeit) / Bruttolistenpreis) × 100 Beispiel: 250 Euro Rate, 3.000 Euro Anzahlung, 36 Monate Laufzeit, 33.850 Euro Listenpreis. Die Anzahlung entspricht 3.000 / 36 = 83,33 Euro pro Monat. Der rechnerische Monatswert beträgt also 333,33 Euro: (333,33 / 33.850) × 100 = 0,98 Erst mit Anzahlung eingerechnet zeigt sich der wahre Leasingfaktor – hier 0,98 statt scheinbar 0,74.
Ab wann ist der Leasingfaktor gut?
Als grobe Orientierung für einen guten Leasingfaktor gilt:
- ab 0,9: ein solides Angebot
- ab 0,7: ein gutes Angebot
- ab 0,5: ein sehr gutes Angebot
- unter 0,5: ein Top-Angebot
Diese Werte sind Daumenregeln. Bei teuren Premiumfahrzeugen ist ein niedrigerer Leasingfaktor üblich, bei Kleinwagen liegt er oft etwas höher. Deshalb sollten Sie den Faktor immer im Rahmen der jeweiligen Fahrzeugklasse betrachten.
Worauf Sie beim Vergleich achten sollten
Der Leasingfaktor ist nur dann aussagekräftig, wenn alle übrigen Bedingungen identisch sind. Wollen Sie Leasingangebote fair vergleichen, achten Sie darauf, dass folgende Punkte übereinstimmen:
- Laufzeit: etwa 36 oder 48 Monate – kürzere Laufzeiten haben oft höhere Faktoren.
- Jährliche Kilometerleistung: 10.000 oder 15.000 Kilometer machen einen großen Unterschied.
- Anzahlung: am besten immer in den Leasingfaktor einrechnen.
- Enthaltene Leistungen: Wartung, Versicherung oder Überführungskosten.
Zwei Angebote mit gleichem Leasingfaktor können sich stark unterscheiden, wenn eines 15.000 und das andere nur 10.000 Kilometer erlaubt. Der Leasingfaktor ersetzt also nicht den genauen Blick, macht Angebote aber überhaupt erst vergleichbar.
Leasing oder Autokredit?
Der Leasingfaktor hilft beim Vergleich von Leasingangeboten – er sagt aber nichts darüber aus, ob Leasing für Sie besser ist als ein Autokredit. Beim Leasing zahlen Sie für die Nutzung, am Ende gehört das Auto nicht Ihnen. Beim Autokredit finanzieren Sie den Kauf und sind nach der letzten Rate Eigentümer. Wer das Fahrzeug lange fahren will, fährt mit einem Kredit oft günstiger. Was ein Autokredit monatlich kostet, zeigt unser Machbarkeits-Check.

